So funktioniert eine Abklärung der Unabhängigen Abklärungsstelle für den individuellen Bedarf von Menschen mit Behinderung:


Die Person mit einer Behinderung füllt, alleine oder mit einer selbst gewählten Vertrauensperson, einen standardisierten Fragebogen aus. Darin gibt sie ihren Unterstützungsbedarf an – unabhängig davon, ob ihre Beeinträchtigung körperlich, psychisch oder geistig ist. Diese Selbsteinschätzung zeigt auf, welche Unterstützung die behinderte Person benötigt, um ihren Alltag meistern und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.


Nach dem Ausfüllen der Selbsteinschätzung findet zu Hause und/oder am Arbeitsplatz ein persönliches Abklärungsgespräch zwischen Fachpersonen von IndiBe und der betroffenen Person statt. Abgeklärt wird der Bedarf in den beiden Lebensbereichen «Wohnen/Freizeit» und «Arbeit». Die Selbsteinschätzung sowie das Abklärungsgespräch umfassen folgende Module:

  • Schlüsselprobleme
  • Wohnen
  • Freizeit
  • Arbeit (inkl. Tagesstruktur, Aus- und Weiterbildung, gemeinnützige Tätigkeit)
  • Kindererziehung
  • Persönliche Überwachung am Tag/Unterstützung in der Nacht

Anschliessend teilt IndiBe das Abklärungsergebnis der betroffenen Person mit. Diese hat die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen oder in schriftlicher Form einen begründeten Antrag einzureichen. Anschliessend geht der Abklärungsbericht an das Alters- und Behindertenamt des Kantons Bern. Wenn die betroffene Person damit einverstanden ist, erhält sie die entsprechende Kostengutsprache. 


IndiBe holt zusätzlich ergänzende Informationen ein und berücksichtigt Unterlagen von Bezugspersonen, Institutionen, Ärzten oder der IV .

Schema Abklärungsprozess Deutsch